Coburger Fuchsschaf

 

Rasse

 

Rassemerkmale:                                                    

  • mittelgroßes Schaf
  • hornlos
  • braun gefärbter Kopf und Beine, unbewollt
  • bei Geburt kastanienbraunes Vlies
  • nach ca. 6-12 Monaten beiges-„Goldenes Vlies"

 

Eigenschaften: 

  • schönes, robustes Landschaf
  • anpassungsfähig und genügsam
  • mütterliche Tiere
  • gut für Landschaftspflege geeignet
  • feine Fleischqualität
  • Wolle zum Handspinnen, Filzen, Weben

 

 

Historisches

Im 19. Jahrhundert waren weite Teile der europäischen Mittelgebirge mit fuchsfarbigen Schafen besiedelt. Diese Schafe waren unter vielen Namen bekannt: Goldfüchse, Eisfelder Fuchsschafe, Eifeler Schafe, Ardenais, Rousse Tetes u.v.m. Die Namen der einzelnen Schläge beziehen sich nahezu ausschließlich auf die regionalen Zuchtgebiete. Anfang des 20. Jahrhunderts waren 60 % des Schafbestandes in der Provinz Coburg fuchsköpfige, schlichtwollige Schafe, in anderen Verbreitungsgebieten war es ähnlich.


Aufgrund des zunehmenden Leistungswettbewerbs, war das Coburger Fuchsschaf, eine anspruchslose und widerstandsfähige alte Landschafrasse, die früher besonders in kargen Mittelgebirgslandschaften weit verbreitet war, dem

Aussterben nahe.


Das Coburger Fuchsschaf wird auf der Roten Liste der GEH geführt.
Seit 1966 ist es von der DLG anerkannt und auf Ausstellungen vertreten. Dadurch hat es Züchter und Liebhaber in ganz Deutschland gefunden.

Eignung / Haltungsform:

In der Regel wird das Coburger Fuchsschaf als Koppelschaf gehalten, daneben gibt es aber auch größere Herden, hier bewährt es sich in der Landschaftspflege.


Auf unserem Betrieb unterstützt ein kleiner Trupp Coburger Fuchsschafe die Thüringer Waldziegen bei der Landschaftspflege. Die Schafe beweiden die Grasbestände (und z. Teil auch die Blätter der Sträucher), die Ziegen kümmern sich um die Sträucher und Gehölze.

 

Vermarktung:
Die Besonderheit des Coburger Fuchsschafes ist seine Wolle. Die Lämmer haben bei der Geburt ein kastanienbraunes Vlies, welches im Alter von 6 bis 12 Monaten heller wird. In dem beigen Vlies, dem "Goldenen Vlies", befindenden sich mehr oder weniger dunkle Fasern, das gibt der Fuchsschafwolle bei der Verarbeitung das interessante Farbenspiel.


Neben der Wolle, besonders für den Hobbyverarbeiter zum Handspinnen, Weben und Filzen, ist das Fleisch der Lämmer und der älteren Tiere bei Feinschmeckern sehr geschätzt, da es delikat, feinfasrig und dadurch zart ist. Es wird in der Regel im Rahmen der Direktvermarktung abgesetzt. Bei natürlicher Weidehaltung erinnert der Geschmack an Wildbret.

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